Wenn das Messen das Teil zerstoert

Eine Messsystemanalyse fragt: ändert sich das Teil oder die Messung? Die übliche Antwort ist, mehrere Prüfer dieselben Teile mehrfach messen zu lassen. Das funktioniert — bis die Messung das Teil verbraucht.

Das Problem beim Zugversuch. Eine bis zum Bruch gezogene Probe lässt sich nicht erneut ziehen. "Dasselbe Teil zweimal gemessen" gibt es nicht, also gibt es auch die gekreuzte Studie aus dem Lehrbuch nicht.

Was stattdessen gemacht wird — und warum es schiefgeht. Man gibt jedem Prüfer eigene Teile und rechnet wie gewohnt. Dann glaubt die Software, Teil 1 von Prüfer A und Teil 1 von Prüfer B seien dasselbe Teil. Sind sie nicht. Jeder echte Unterschied wird dem Messsystem angelastet.

Wie groß ist der Fehler? In einer simulierten Studie meldet SenSight 18,9% für die korrekte geschachtelte Auswertung und 92,5% für dieselben Messungen als gekreuzt gerechnet. Die Wiederholbarkeit ist in beiden Fällen identisch — der ganze Unterschied steckt in der Teilestreuung.

Was Sie aufgeben. In einer geschachtelten Studie ist die Wechselwirkung Prüfer × Teil nicht schätzbar — nicht "wird null gesetzt", sondern nicht schätzbar.
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Gage R&R → ANOVA: Teil- und Prueferspalte waehlen und die Designzeile lesen, bevor Sie rechnen.
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