Die Einstellung mit dem besten Mittelwert ist nicht immer die beste

Zwei Maschineneinstellungen liefern dieselbe mittlere Zugfestigkeit. Die eine gibt Ihnen jeden Tag denselben Wert; die andere schwankt mit Luftfeuchte, Charge und Schicht. Auf dem Papier gleichauf. In der Produktion taugt nur eine.

Was klassisches DOE uebersieht. Ein faktorieller Versuch schaetzt die Wirkung auf den Mittelwert. Zur Streuung sagt er nichts, denn das Rauschen gilt als etwas, das man wegmittelt. Taguchi dreht das um: das Rauschen ist der Punkt. Sie variieren absichtlich, was Sie in der Produktion nicht steuern koennen, und suchen die Einstellung, deren Ergebnis sich dabei kaum bewegt.

Orthogonale Plaene. Sie erlauben viele Faktoren in wenigen Versuchen. Entscheidend ist die Balance: in jedem Spaltenpaar kommt jede Stufenkombination gleich oft vor, daher heben sich die uebrigen Faktoren beim Vergleich exakt auf.

Das Signal-Rausch-Verhaeltnis. Eine Zahl je Versuch, die Mittelwert und Streuung in Dezibel zusammenfasst. Genau hier setzt die berechtigte Kritik an: zwei Groessen in eine Zahl zu pressen verliert Information. SenSight zeigt deshalb immer den Mittelwert daneben, damit Sie zweistufig vorgehen koennen — erst die Streuung senken, dann den Mittelwert auf Ziel schieben.

Die teuerste Falle. 7 Faktoren in L8 geben Ihnen keine 7 sauberen Antworten. Es gibt nur 7 Spalten, und die Wechselwirkungen landen direkt auf den Haupteffekten. SenSight berechnet das fuer Ihre konkrete Spaltenbelegung und benennt, welches Paar von welchem Faktor nicht zu trennen ist.

Immer bestaetigen. Wurde die empfohlene Kombination nie gefahren, ist sie Arithmetik, kein Beleg.
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DOE → Taguchi: 7 Faktoren in L8 legen und die Vermengungsliste lesen, dann auf 4 Faktoren reduzieren.
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